Wissenswertes über Honig

Liebe Honigesser, erstmal vorweg:
So wertvoll Honig für Kinder und Erwachsene ist und so sehr Sie auch gerne Ihre Kinder mit dieser Leckerei verwöhnen möchten, nicht in jedem Alter darf er genossen werden.

Unverarbeiteter Honig kann bestimmte Bakterien (Clostridium botulinum) und Sporen enthalten, die den Magen-Darm-Trakt des Säuglings infizieren und im sauerstofffreien Milieu des Verdauungstrakts ideale Bedingungen zur Vermehrung vorfinden. Die Botulismus-Bakterien bilden ein Gift, das über die Darmschleimhaut in den Körper aufgenommen wird. Die Folgen dieser "Säuglingsbotulismus" genannten Lebensmittelvergiftung sind unter anderem Lähmungen der Atem- und Schluckmuskulatur, die zum Tod führen können.

Während des ersten Lebensjahres befindet sich die Darmflora noch im Entwicklungsstadium. Deswegen haben es krankmachende Keime wie Clostridien besonders leicht, sich anzusiedeln und schädliche Wirkungen auszuüben. 

Aus diesen Gründen sollte Honig in reiner, unbearbeiteter Form Säuglingen während der ersten zwölf Lebensmonate nicht gegeben werden. Ältere Kinder und Erwachsene brauchen dank ihrer stabileren Darmflora keine Angst vor Krankheitskeimen in unbehandeltem reinem Naturhonig zu haben.


Auf den folgenden Bildern sehen Sie den Vergleich der Inhaltsstoffe zwischen Honig und gewöhnlichem Haushaltszucker!

Was ist Honig?

Honig ist ein komplex zusammengesetzter Naturstoff. Honig besteht aus hunderten Substanzen, die in ihrer Vielfalt synergetisch zusammenwirken, wobei einzelne Inhaltsstoffe nicht quantitativ zu sehen sind und daher nur im komplexen Zusammenspiel mit der Vielfalt der restlichen Inhaltsstoffe betrachtet werden dürfen.

 

Beispiele:

  • Vitamin B1 ist unerlässlich bei der Aufspaltung des im Honig enthaltenen Zuckers, dabei wird es vom Spurenelement Mangan unterstützt.
  • Magnesium kann wiederum nur bei Anwesenheit von Bitamin B6 genutzt werden
  • Nur bei Vorhandensein von Vitamin C und dem Spurenelement Kupfer, kann auch das im Honig enthaltene pflanzliche Eisen von unserem Organismus aufgenommen und verwertet werden
  • Chrom hat wiederum die Eigenschaft, die Wirkung des Insulins zu verbessern und gilt als "Glucose-Toleranzfaktor".
  • Chrom ist wichtig für die Verwertung des Traubenzuckers im Körper, es sorgt dafür, dass das Insulin die volle Wirkung in der Zelle entfalten kann.
  • Grundbausteine der Eiweißkörper sind die Aminosäuren, darunter zwei wichtige Verbindungen - das Acetylcholin und das Cholin.

 

Honig genießt zu Recht den Ruf eines besonders wertvollen Lebensmittel. Honig ist ein Produkt aus Nektar, Honigtau oder aus beiden gemischt, vermengt mit körpereigenen Stoffen der Bienen, das nach Entzug von Wasser und dem Umtragen in ihren Waben entsteht. Der Honig wird bis zu 10 Mal umgetragen. Dabei wird der Wassergehalt auf 15-18 % heruntergesetzt. Erst dann ist der Honig schleuderbar.

Farbe und Konsistenz hängen von der jeweiligen Pflanzenart und der Reife des Honigs ab. Ob der Honig schnell oder langsam kristallisiert, bestimmen die zwei Hauptzuckerarten im Honig, nämlich Frucht- und Traubenzucker. Überwiegt der Traubenzuckeranteil, wie z. B. im Rapshonig, wird der Honig rasch fest. Überwiegt der Fruchtzuckeranteil, wie beim Akazienhonig, kann der Honig bis zu einem Jahr lang flüssig bleiben.

Als reines Naturprodukt dürfen keinerlei Stoffe zugesetzt oder natürliche Bestandteile entzogen werden.


Cremehonig und Honigrührer

Was ist Cremehonig?

Honigsorten, die schnell auskristallisieren, werden als Cremehonig angeboten. Dabei wird der Honig in einem Rührwerk gerührt (rein mechanisch - KEINE Chemie etc.), bis die Kristalle zerkleinert sind und er die charakteristische weiche Cremeform erreicht. In dieser Form ist der Honig dann lagerfähig und kristallisiert nicht mehr fest aus.


Was tun wenn der Honig auskristallisiert ist?

Echter, naturbelassener Honig kristallisiert früher oder später aus und kann dann bei ca. 40 °C wieder verflüssigt werden. Dadurch erhält er seine ursprüngliche Konsistenz und Farbe wieder zurück.


Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Honig schleudern?

In erster Linie wartet man zu, bis die Tracht zu Ende ist und aber auch wenn der Honig reif ist, sprich den richtigen Wassergehalt (15-18%) aufweist. Dies kann mit einem Refraktometer oder mit der Spritzprobe überprüft werden. Wir verwenden dazu ein Refraktometer. Ein weiteres Merkmal ist auch das Gewicht der Beuten. Je schwerer die Beuten sind umso mehr Honig wurde schon eingelagert.

Die herkömmlichsten Schleuderarten sind die Tangentialschleudern und die Radialschleudern. Bei den Tangentialschleudern gibt es von Hand betriebene Maschinen bis hin zu vollautomatischen Selbstwendeschleudern. Dabei wird immer nur eine Wabenhälfte ausgeschleudert. In Radialschleudern werden die Waben sternförmig angeordnet. Da man bei dieser Art von Schleuder sehr viele Rähmchen unterbringt, kann die Arbeit sehr rationell abgewickelt werden.

Beim Schleudern läuft der Honig durch ein Doppelsieb in den Honigbehälter. Nach etwa 5 Tagen wird der Honig abgeschöpft, d.h. die Luftblasen die im Honig eingeschlossen waren, sind im Honigbehälter aufgestiegen, nun muss man diese Luftblasen abschöpfen. Bei Honigen die flüssig bleiben kann nun in Gläser abgefüllt werden. Cremehonige müssen noch gerührt werden.