Wissenswertes über Waldhonig


Was ist Waldhonig?

Zur Produktion von Waldhonig sammeln die Bienen nicht Nektar aus Blüten, sondern Honigtau. Honigtau geht ausschließlich auf tierische Vermittler zurück. Dies sind Spezialisten, die der Insektenordnung der Schnabelkerfe (Rhynchoten) angehören und durch stechend-saugende Mundwerkzeuge ausgezeichnet sind. Als Honigtauerzeuger kommen hauptsächlich Schildläuse (Coccinen), Blattläuse (Aphiden) mit ihren Untergruppen und seltener Zikaden (Auchenorrhynchen)und Blattflöhe (Psyllinen) in Frage. Zur Produktion von Waldhonig entziehen sie dem Pflanzensaft einen Teil der Nährstoffe und veränderen ihn. Honigtau ist nicht nur ein Filtrat, sondern ein Verarbeitungserzeugnis der Pflanzensauger, so wie der Honig (Waldhonig) ein solches der Bienen ist. Bei dieser Umwandlung verhalten sich nicht alle Sauger gleich - daher kann der Honigtau von der gleichen Pflanze in seiner Zusammensetzung unterschiedlich sein. Daher kommt es auch, dass der Blatthonig der Eiche mal verschmäht und ein anders Mal gesammelt wird - er stammt folglich von unterschiedlichen Saugern.


Welche Pflanzen sind Waldhonigplfanzen?

Noch ein paar Beispiele für "Honigtaupflanzen"sind: Fichte (Picea abies), Tanne (Abies alba), Kiefer (Pinus sylvestris), Lärche (Latrix decidua), Eiche (Traubeneiche, Quercus petraea; Stieleiche, Quercus robur), Ahorn (Spitzahorn, Acer pseudoplatanus; Bergahorn, Acer platanoides; Feldahorn, Acer campestre).


Welche Inhaltsstoffe und Zusammensetzung hat Waldhonig?

Da der so entstandene Honig sozusagen mehrere Mägen durchlaufen hat, ist er auch besonders reich an wertbestimmenden Inhaltsstoffen, wie z.B. Enzymen. Generell ist Waldhonig dunkel, besonders mineralstoffreich und sehr würzig.

 

Der Sortenhonig: Waldhonig setzt sich wie folgt zusammen: 16 % H²O, 38 % Fruchtzucker (Laevulose, Fructose), 27 % Traubenzucker (Glucose), 3 % Rohrzucker, 9 % Dextrine, 7 % Säuren und Mineralien (Durchschnittswerte).


Verbreitung - Geschmack - Konsistenz und Farbe - Verwendung

 

Waldhonig ist der bekannteste Honigtauhonig und kann sowohl von Laub- als auch von Nadelbäumen stammen. Der Gehalt an Mineralstoffen und Enzymen ist in der Regel besonders hoch. Waldhonig enthält viel Fruchtzucker und bleibt daher lange flüssig. Bei einigen Sorten kann jedoch der Wassergehalt reduziert sein, wodurch der Waldhonig schneller auskristalisieren kann.

 

Dieser kräftige dunkle Honig zeichnet sich im Gegensatz zu den lieblichen Blütenhonigen durch einen herbwürzigen Geschmack aus.

 

Waldhonig ist in der Regel ein sehr dunkler Honig, der kräftig in Farbe und Aussehen ist.

 

Besonders wohlschmeckend ist der Waldhonig in Tees, z.B. grünen Tees, in denen er sein mildes Aroma besonders gut entfalten kann.
Obwohl dieser Sortenhonig sehr verbreitet und beliebt ist, kann es passieren, dass es Waldhonig-Freie Jahre gibt. Das heisst, Jahre in denen so gut wie keine Ernte geschieht.